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| Der Tagesspiegel, 20.März 2003
Es war ein skurriles Gefährt, das da im Nachkriegsdeutschland die Straßen bevölkerte. 1,20 Meter hoch, 1,20 Meter breit, von der Gestalt einer Zigarre und mit dem Gesicht eines Froschs. Doch das merkwürdige Gefährt steht aus heutiger Sicht beispielhaft für die Motorisierung Deutschlands – das macht den Messerschmitt-Kabinenroller zum Mythos. Nicht nur der Markenname zeigt die Nähe zum Flugzeug, auch der
Konstrukteur Fritz Fend hatte als Flugzeugingenieur sein Geld verdient.
Im bayrischen Rosenheim baute er 1948 zuerst einen Dreirad-Einsitzer, Anfang
der 50er-Jahre entstand dann der Kabinenroller, der ab Frühjahr 1953
im brachliegenden Messerschmitt-Werk in Regensburg in Serie produziert
wurde. Sein Einzylinder-Zweitaktmotor besaß 173 Kubikzentimeter Hubraum
und leistete 10,9 PS – im Nachkriegsdeutschland war das für viele
schon genug für den Traum von der individuellen Motorisierung. Immerhin
fuhr der KR 175 knapp 80 km/h schnell und bot für zwei Personen, die
wie auf einem Tandem hintereinander saßen, ein festes Dach über
dem Kopf. Er schaffte es in 35 Sekunden von 0 auf 80. Dass sich die Fahrer
unter der Plexiglaskuppel ein wenig wie Flugzeugpiloten fühlen konnten,
lag an Fends Fliegervergangenheit: Der Kabinenroller besaß nämlich
keine Türen, einsteigen musste man, indem die gläserne Kuppel
wie bei einem Flugzeug zur Seite geklappt wurde. Und auch der filigrane
Lenker erinnerte eher an einen Steuerknüppel denn an ein Autolenkrad.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Kabinenroller zumindest wirtschaftlich schon einen Dämpfer erhalten. 1956 kam es im Unternehmen zu finanziellen Schwierigkeiten, infolgedessen das Regensburger Werk aus dem Messerschmitt-Konzern herausgelöst wurde. Fritz Fend übernahm die Produktion und baute den Kabinenroller fortan unter dem Markennamen FMR (Fahrzeug- und Maschinenbau GmbH Regensburg). Um den Kabinenroller konkurrenzfähig zu halten, brachte Fend sogar eine Cabrioversion auf den Markt – Autofahren mit Badewannen-Feeling. 1964 rollte der letzte Kabinenroller vom Band. Das skurrile Gefährt
konnte mit der schnellen Auto-Entwicklung nicht mithalten, denn inzwischen
galt der große VW Käfer längst als des Deutschen Auto-Traum
– und der war immerhin schon damals ein richtiges Auto. Geblieben ist die
Erinnerung an ein eigenwilliges Auto mit Flugzeug-Genen in der Kurbelwelle,
um das sich heute noch Liebhaber kümmern. 35000 Euro kostet ein restauriertes
Exemplar.
Berliner Zeitung, 19.März 2003 BERLIN, 18. März. Mit einem
kleinen Gefährt ab über die großen Berge: Das versprachen
Werbetexte im Frühjahr 1953, sie kündigten eine motorisierte
Sensation an. Gepriesen wurde eine kühne Gebläsekühlung,
"so brauchen Sie selbst auf das Erlebnis der Überquerung von hohen
Alpenpässen nicht zu verzichten". Diese Vorstellung war in der Tat
kühn, die Sehnsucht im Nachkriegsdeutschland nach dem Süden war
riesig.
Kugel aus Blech und Plexiglas Am 19.
März 1953 wurde der Kabinenroller KR 175 auf der Frankfurter Automobilausstellung
vorgestellt, bis 1964 wurden schätzungsweise 50 000 Stück in
Regensburg gebaut. Nicht zu verwechseln ist der Karo mit der BMW-Isetta,
die ebenfalls ein Dreirad war, aber erst zwei Jahre später herauskam.
Düsenjäger des kleinen Mannes Zum Messerschmitt-Modell
war das Gefährt eher zufällig geworden. Die Firma, die keine
Flugzeuge mehr bauen durfte, hatte die Produktionsanlagen, und Fritz Fend
hatte die Idee. Sie taten sich zusammen. Zuvor hatte Fend in Rosenheim
aus Schrottmaterialien allerlei Dreiräder zusammengeschraubt und verkauft,
er erkannte, dass dieses eine lukrative geschäftliche Lücke zwischen
Motorrad und Kleinauto war. 1957 stieg Messerschmitt aus der Koproduktion
wieder aus, nur der Name des Rollers blieb.
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| DER
WILLI-BUSCH-REPORT
STAB
DARSTELLER
DER WILLI-BUSCH-REPORT (1979) Format 35mm / 1:1.85 - Farbe / Länge 2936 m - 107:19 Min. Uraufführung: 27.Oktober 1979 - Internationale Hofer Filmtage u.a. Int. Filmfestival de Cannes - Un certain regard Filmex Los Angeles 1980 1980 - Max Ophüls Preis DEUTSCHFIEBER
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DAS TEAM
Szenenbild, Entwurf und Leitung : KLAUS WINTER - Assistenz : KLAUS-DIETER POHLE - Ausstattung : MARTIN SCHREIBER - Assistenz : CHRISTIANE STEIN - Kostüme : ULRIKE STELZIG Garderobe : SUSANNE CAROW - Maske : MONIKA MÖRKE - Requisite : MARCO MINIERSKI, MICHAEL KAPLICK - Assistenz : RALPH SCHULZ - Bau : NORBERT MAI, WERNER MAI, WOLFGANG WEISE, THOMAS FRITSCHE - Bühne : RAINER HANELD - Maler : GERD HAUSER Requsiten-Bau : FRANK TAUCHMANN - Graphik : FRANK BRÜCKNER - Pyrotechnik: MICHAEL und DANIELA GOEPEL - "Goliath" : TRICK- UND GRAFIKZENTRUM DEFA STUDIO BABELSBERG Leitung : UWE FLEISCHER - Entwurf und Ausführung : BARBARA SCHMIDT und JENS SCHIFFER - Animation : HEIKO EBERT, ANGELA KERN - Trickaufnahmen : TONY LOESER, WOLFGANG CHEVALLIER, Luftschiff : MODELLBAU KUHLMANN - Kamera-Assistenz : KONSTANTIN KRÖNING - Material-Assistenz : JOCHEN ZILLMER, HANS KNOSPE, Set-Ton: JOCHEN HERGERSBERG - Standfotos : CHRISTA KÖFER - Lichtbestimmung : WOLFGANG HEERS - Kamerabühne: WOLFGANG RÖHL - Beleuchtung : THOMAS VON KLIER. WOLFGANG ERDMANN, PETER ZICK - Aggregat : WINFRIED MICHAEL - Regie-Assistenz : SILVIA RACHOR, CHRISTIAN HANNOSCHÖCK - Komparsen-Leitung : JASSNA U. SROKA - Komparsen-Assistenz : SABINE HILBRICH, RALPH HEINRICH - Script : HANNO NEHRING - Best Girl : CORNELIA KAUFHOLD - Transporte : LUTZ SCHAARSCHMIDT, BERND SCHNEIDER - Catering : HERBERT RETTBERG Gemeindeschenke Altenburschla - EVE-MARIE REXRODT Wanfrieder Hof Gesamtleitung : ELKE HALTAUFDERHEIDE - Produktionsleitung
: MADELEINE REMY - 1.Aufnahmeleitung : CORNELIA SCHMIDT-MATTHIESEN - 2.Aufnahmeleitung
: BERND HUNOLD - Produktions-Assistenz : KATHARINA CONRADI Sekretariat
: ISABELL HEINICKE - Buchhaltung : MONIKA HAFFERT - Geschäftsführung
: ELFRIEDE MAYER
DEUTSCHFIEBER (1991/92) Länge: 3458m / 126.23 Min. - 35mm, 1:1.85, Farbe, DOLBY STEREO Uraufführung: 29.Oktober 1992 - Internationale Hofer Filmtage ![]() |
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Last edited january 5, 2010